Auf Malta tummeln sich Tausende von Touristen, Berufstätige und Einheimische – die meisten davon stets auf der Suche nach einer guten Tasse Kaffee.

Coffeeology

Gestern Abend besuchten meine Frau und ich ein reizendes kleines Restaurant mit ein paar Freunden. Das Essen war fantastisch, der Wein floß in Strömen, und als wir zum Ende kamen, wurden wir gefragt, ob wir noch einen Kaffee wollten. Ich konnte ja nicht ahnen, dass eine so einfache Frage zu einer der faszinierendsten Debatten führen würde, die ich seit Langem hatte. Ich werde Ihnen jetzt einmal verraten, wo Sie den besten Kaffee auf Malta finden können.

Kaffee ist eine Frucht; die Bohne ist eigentlich der Kern einer roten oder violetten Kirsche oder Beere. Die Legende besagt, dass ein äthiopischer Ziegenhirte namens Kaldi im 9. Jahrhundert Kaffee durch reinen Zufall entdeckte, als er das verrückte Verhalten seiner Ziegen bemerkte, nachdem diese die Beeren gefressen hatten.

Auf den Energieschub neugierig geworden, kaute er selbst auf einer der Beeren, und Kaldis Begeisterung ließ ihn die Beeren zu einem islamischen Mönch in einem nahegelegenen Kloster bringen. Dieser missbilligte jedoch die Entdeckung Kaldis und warf die Beeren ins Feuer, von welchem dann ein verführerisches Aroma ausging, das die Luft erfüllte. Die gerösteten Bohnen wurden schnell aus dem Feuer geholt und in kochendes Wasser gegeben – dies war die erste Tasse Kaffee der Welt! Kaldi konnte nicht ahnen, dass rund 1.000 Jahre später 2,25 Milliarden Tassen täglich getrunken werden würden.

1600 wurde zum ersten Mal Milch zum Kaffee hinzugefügt; die Idee kam von einem französischen Arzt, der seinen Patienten “Cafe au Laits” verschrieb. Leute auf der ganzen Welt waren schnell begeistert. Ungefähr zur selben Zeit gab es eine hitzige Kontroverse darüber, ob Katholiken Kaffee trinken sollten oder nicht. Glücklicherweise genoss Papst Clemens VIII. das Coffeingetränk und gab seine Zustimmung zum Kaffeegenuss. Kaffee ist ein Psychotropikum, das in hohen Dosierungen Halluzinationen hervorrufen und in Überdosen sogar den Tod herbeiführen kann. Die tödliche Dosis Coffein beträgt ungefähr 100 Tassen Kaffee.

Die Nordamerikaner kamen zum ersten Mal im 18. Jahrhundert in den Genuss von Kaffee, der schnell ihr vorheriges Frühstücksbier ablöste. Heutzutage ist Hawaii der einzige Staat, der die aromatische Bohne kommerziell anbaut. Die New Yorker trinken fast 7 Mal mehr Kaffee als jede andere Stadt Nordamerikas.

Natürlich wissen auch die Malteser, wie man eine gute Tasse dieses köstlichen Getränks macht. Ich kann zwar nicht von mir behaupten, jedes Café besucht zu haben und von jedem Barista auf Malta bedient worden zu sein, aber ich kann Ihnen trotzdem einige heiße Tipps geben.

Auf Malta tummeln sich Tausende von Touristen, Berufstätige und Einheimische – die meisten davon stets auf der Suche nach einer guten Tasse Kaffee. Zum Glück gibt es gar nicht mal wenige Cafés und Restaurants, die sich darauf verstehen, eine gute Tasse Kaffee zu machen. Ich empfehle Ihnen, für Ihre regelmäßige Dosis Coffein einmal bei den unten aufgelisteten Gaststätten vorbeizuschauen.

In Sliema ist das Cafe Ole bei seinen stets wiederkehrenden Kunden berühmt für seinen brillianten Espresso. In Paceville wird Sie das ‘I Monelli’ nicht enttäuschen, und zu guter Letzt gibt es im Palazzio Parisio in Naxxar fantastischen Kaffee, der der wunderschönen Umgebung alle Ehre macht.

Also, vergessen Sie nicht: Wo auch immer Sie gerade sind, einen Expresso dürfen Sie auch mal in aller Ruhe genießen. Die Qualität Ihres Kaffees sollte Ihnen niemals latte sein, nehmen Sie Ihr Leben Tasse für Tasse, und denken Sie dran – gute Freunde lässt man keinen schlechten Kaffee trinken.

Autor: Adam Claffey